Orderarten: Die verschiedenen Handelsorders verstehen

Wenn du einen Trade platzierst, ist das Klicken auf "Kaufen" oder "Verkaufen" nur der Anfang. Die Art und Weise, wie deine Order ausgeführt wird, kann den Preis, den du zahlst, und ob dein Trade überhaupt zustande kommt, erheblich beeinflussen. Das Verständnis verschiedener Orderarten gibt dir präzise Kontrolle über deine Trades.

Orderarten sind Anweisungen, die du deinem Broker gibst, wie und wann deine Trades ausgeführt werden sollen. Jede Art dient unterschiedlichen Zielen, von der Garantie sofortiger Ausführung bis zum Setzen spezifischer Preisziele oder dem Schutz vor Verlusten.

Market Orders

Eine "Market Order" ist die einfachste und gängigste Orderart. Wenn du eine Market Order platzierst, sagst du deinem Broker, dass er den Trade so schnell wie möglich zu jedem aktuell verfügbaren Preis ausführen soll.

Market Orders priorisieren Geschwindigkeit und Ausführungssicherheit über den Preis. Deine Order wird während der regulären Handelszeiten fast immer innerhalb von Sekunden ausgeführt, aber du kennst den genauen Ausführungspreis erst nach Abschluss des Trades.

Vorteile:

  • Garantierte Ausführung während der Handelszeiten (bei ausreichender )
  • Sofortige Ausführung, typischerweise innerhalb von Sekunden
  • Einfach zu verstehen und zu nutzen
  • Ideal für hochliquide Aktien, bei denen sich die Preise minimal bewegen

Nachteile:

  • Keine Preiskontrolle—du akzeptierst den aktuellen Marktpreis
  • Risiko von in schnelllebigen Märkten
  • Kann zu ungünstigen Preisen bei hoher Volatilität ausgeführt werden
  • Potenziell kostspielig für illiquide Wertpapiere mit weiten

Limit Orders

Eine "Limit Order" ermöglicht es dir, den maximalen Preis festzulegen, den du beim Kauf zu zahlen bereit bist, oder den minimalen Preis, den du beim Verkauf akzeptierst. Deine Order wird nur ausgeführt, wenn der Markt deinen angegebenen Preis oder besser erreicht.

Vorteile:

  • Vollständige Preiskontrolle—du zahlst nie mehr (oder erhältst weniger) als dein Limit
  • Schützt vor Slippage in volatilen Märkten
  • Nützlich für den Einstieg in Positionen auf bestimmten technischen Niveaus
  • Kann helfen, bessere Preise in schwankenden Märkten zu erzielen

Nachteile:

  • Keine Ausführungsgarantie—deine Order wird möglicherweise nie ausgeführt
  • Teilausführungen möglich (nur ein Teil deiner Order wird ausgeführt)
  • Du könntest Chancen verpassen, wenn sich der Markt von deinem Limitpreis entfernt
  • Erfordert aktive Überwachung, um Preise bei Bedarf anzupassen

Stop Orders (Stop-Loss Orders)

Eine "Stop Order" wird nur aktiviert, wenn der Markt einen von dir festgelegten Auslösepreis erreicht. Sobald sie ausgelöst wird, wird sie zu einer Market Order und wird zum besten verfügbaren Preis ausgeführt.

Stop Orders werden am häufigsten als Stop-Loss Orders verwendet, um Verluste bei bestehenden Positionen zu begrenzen.

Vorteile:

  • Automatisches Risikomanagement ohne ständige Überwachung
  • Schützt Gewinne, indem Gewinne bei steigenden Preisen gesichert werden
  • Begrenzt potenzielle Verluste bei Positionen
  • Ausführung wahrscheinlich nach Auslösung (wird zur Market Order)

Nachteile:

  • Keine Preisgarantie nach Auslösung—kann zu deutlich schlechteren Preisen ausgeführt werden
  • Kann durch temporäre Preisschwankungen ausgelöst werden
  • Anfällig für —kann weit unter dem Stop-Preis ausgeführt werden
  • Risiko, vor einer Umkehr ausgestoppt zu werden

Stop-Limit Orders

Eine "Stop-Limit Order" bietet mehr Kontrolle als eine reguläre Stop Order. Wenn der Stop-Preis erreicht wird, wird sie nicht zu einer Market Order, sondern zu einer Limit Order zu deinem angegebenen Limitpreis.

Diese Orderart erfordert zwei Preise: den Stop-Preis (Auslöser) und den Limitpreis (der schlechteste Preis, den du akzeptierst).

Trailing Stop Orders

Eine "Trailing Stop Order" folgt automatisch dem Marktpreis und sichert Gewinne, während sie deiner Position Raum zum Wachsen gibt. Bei Long-Positionen folgt der Stop-Preis dem Marktpreis in einem festgelegten Betrag oder Prozentsatz nach unten.

Die richtige Orderart wählen

Für sofortige Ausführung bei liquiden Aktien: Market Orders funktionieren gut, wenn Geschwindigkeit wichtiger ist als Präzision und der Bid-Ask-Spread eng ist.

Für Preisdisziplin und weniger liquide Aktien: Limit Orders geben dir Kontrolle und Schutz, obwohl du auf Ausführungssicherheit verzichtest.

Für Risikomanagement: Stop Orders automatisieren deine Ausstiege, wobei Stop-Limit Orders Preisschutz auf Kosten der Ausführungssicherheit bieten.

Für Trendfolge: Trailing Stops ermöglichen es dir, erweiterte Bewegungen zu erfassen und gleichzeitig Gewinne zu schützen.

Häufig gestellte Fragen