Wie Finanzmärkte funktionieren
Finanzmärkte ermöglichen den Kauf und Verkauf von Wertpapieren, Währungen, Rohstoffen und anderen finanziellen Vermögenswerten und verbinden Menschen, die Kapital benötigen, mit denen, die Geld zu investieren haben. Diese Märkte ermöglichen effiziente Ressourcenallokation, Preisfindung und Risikotransfer in modernen Volkswirtschaften.
Das Verständnis, wie Finanzmärkte funktionieren, befähigt dich, effektiv als Investor teilzunehmen, Wirtschaftsnachrichten zu verstehen und zu erkennen, wie Märkte dein finanzielles Wohlbefinden beeinflussen.
Marktteilnehmer
Käufer und Verkäufer
Märkte existieren, weil Menschen Vermögenswerte unterschiedlich bewerten. Verkäufer glauben, dass Vermögenswerte weniger wert sind als aktuelle Preise oder benötigen Bargeld für andere Zwecke. Käufer glauben, dass Vermögenswerte mehr wert sind als aktuelle Preise oder wollen Kapital einsetzen.
Verschiedene Teilnehmer haben unterschiedliche Ziele, Zeithorizonte und Risikotoleranzen. Diese Unterschiede schaffen Marktvielfalt und Liquidität.
Market Maker und Händler
stehen bereit, Wertpapiere zu kaufen oder zu verkaufen und bieten Liquidität, die reibungslosen Handel ermöglicht. Sie quotieren sowohl Geldkurse (was sie zum Kauf zahlen) als auch Briefkurse (was sie zum Verkauf akzeptieren) und profitieren vom Spread zwischen diesen Preisen.
Ohne Market Maker wäre das Finden von Handelspartnern schwierig und zeitaufwendig. Market Maker stellen sicher, dass du typischerweise liquide Wertpapiere innerhalb von Sekunden zu transparenten Preisen kaufen oder verkaufen kannst.
Broker und Vermittler
verbinden Käufer und Verkäufer und führen Trades im Auftrag von Kunden aus. Moderne Online-Broker wie Trade Republic, Scalable Capital oder ING ermöglichen es Einzelpersonen, von Smartphones mit minimalen Gebühren zu handeln.
Regulatoren
Regierungsbehörden regulieren Märkte, um Investoren zu schützen, Integrität zu wahren und Stabilität zu fördern. In Deutschland ist die für die Finanzaufsicht zuständig.
Arten von Finanzmärkten
Aktienmärkte
Aktienmärkte ermöglichen es Unternehmen, Eigenkapital durch den Verkauf von Unternehmensanteilen an öffentliche Investoren zu beschaffen. In Deutschland sind die wichtigsten Börsen die Frankfurter Wertpapierbörse (mit dem elektronischen Handelssystem XETRA) und weitere Regionalbörsen.
Der DAX umfasst die 40 größten und liquidesten deutschen Unternehmen und ist der wichtigste deutsche Aktienindex.
Anleihemärkte
Anleihemärkte ermöglichen Fremdfinanzierung, die Regierungen, Kommunen und Unternehmen erlaubt, von Investoren zu leihen. Bundesanleihen dienen als risikofreie Benchmark für den deutschen Markt.
Rohstoffmärkte
Rohstoffmärkte handeln Rohmaterialien wie Gold, Öl, Agrarprodukte und Metalle. Diese Märkte helfen Produzenten und Verbrauchern, Preisrisiken abzusichern und bieten spekulative Möglichkeiten.
Devisenmärkte
Devisenmärkte (Forex) handeln Währungen und erleichtern internationalen Handel und Investitionen. Mit über 6 Billionen Dollar täglichem Handelsvolumen sind Devisenmärkte die größten Finanzmärkte der Welt. Der Euro ist eine der meistgehandelten Währungen.
Derivatemärkte
Märkte handeln Kontrakte, die Wert von zugrunde liegenden Vermögenswerten ableiten. Optionen, Futures und Swaps ermöglichen Risikotransfer, Absicherung und Spekulation.
Wie Märkte Preise bestimmen
Angebot und Nachfrage
Marktpreise reflektieren kontinuierliche Angebots- und Nachfragegleichgewichte. Wenn Käufer Verkäufer bei aktuellen Preisen übersteigen, steigen Preise bis Angebot und Nachfrage sich ausgleichen. Wenn Verkäufer Käufer übersteigen, fallen Preise bis das Gleichgewicht wiederhergestellt ist.
Information und Markteffizienz
Die (EMH) legt nahe, dass Vermögenspreise alle verfügbaren Informationen widerspiegeln. In effizienten Märkten werden Wertpapiere zu fairen Werten gehandelt, was konsistente Outperformance ohne Insiderinformationen schwierig macht.
Bullen- und Bärenmärkte
zeigen steigende Preise, wachsendes Vertrauen und wirtschaftliche Expansion.
zeigen fallende Preise, wachsenden Pessimismus und wirtschaftliche Schwäche.
Das Verständnis von Marktzyklen hilft, Erwartungen und Emotionen zu managen. Alle Bullenmärkte enden schließlich, und alle Bärenmärkte erholen sich schließlich.