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Asset Allocation

Asset Allocation verteilt ein Portfolio auf verschiedene Anlageklassen und prägt dadurch sein erwartetes Risiko- und Renditeprofil.

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Überblick

Asset Allocation legt die grundlegende Zusammensetzung eines Anlageportfolios fest. Indem bestimmt wird, wie viel Exposure auf verschiedene Anlageklassen entfällt, prägt sie das Risiko-Rendite-Verhältnis des Portfolios.

Die Allocation wird normalerweise als Zielgewichtung in Prozent angegeben, deren Summe 100 % ergibt. Die Festlegung dieser Gewichtungen unterscheidet sich von der Auswahl der einzelnen Wertpapiere oder Fonds, mit denen sie umgesetzt werden.

Während Asset Allocation die breiten Gewichtungen festlegt, beschreibt

Diversifikation, wie weit Risiken zwischen und innerhalb dieser Exposures verteilt sind.

Anlageklassen verhalten sich unterschiedlich

Eine Asset Class fasst Anlagen mit weitgehend ähnlichen wirtschaftlichen Eigenschaften zusammen. Häufige Beispiele sind Aktien, Staats- und Unternehmensanleihen, Cash-Instrumente, Immobilien und Rohstoffe. Die Grenzen sind nicht immer eindeutig, und selbst Anlagen innerhalb derselben Klasse können sich erheblich unterscheiden.

Aktien stellen Eigentumsansprüche dar und werden stark von Unternehmensergebnissen und Bewertungen beeinflusst. Anleihen sind Kreditforderungen, deren Wert von zugesagten Cashflows, Kreditqualität und Zinssätzen abhängt. Cash-Instrumente haben normalerweise kürzere Laufzeiten und geringere Preisschwankungen, können jedoch durch Inflation an Kaufkraft verlieren.

Die Kombination verschiedener Anlageklassen kann die Bandbreite möglicher Portfolioergebnisse verändern, weil sie nicht immer gleich auf dieselben Bedingungen reagieren. Diese Zusammenhänge sind jedoch nicht stabil: Aktien und Anleihen können gleichzeitig fallen, und historische Korrelationen oder Renditen geben keine Gewissheit darüber, wie sich die Anlageklassen in Zukunft verhalten werden.

Zielgewichtungen übersetzen Anlageziele in Exposures

Betrachten wir eine rein illustrative Allocation:

Asset ClassZielgewichtungBetrag in einem Portfolio von $100.000
Aktien60 %$60.000
Anleihen30 %$30.000
Cash10 %$10.000

Die Tabelle beschreibt Exposures und stellt keine Empfehlung dar. Eine Aktiengewichtung von 60 % bedeutet, dass die Entwicklung des Aktienmarkts wahrscheinlich einen größeren Einfluss auf das Portfolio hat als die kleineren Allocations. Der Beitrag zum Risiko entspricht jedoch nicht zwangsläufig der Kapitalgewichtung. Eine volatile Anlage kann einen größeren Anteil an den Schwankungen des Portfolios haben, als ihr prozentuales Gewicht vermuten lässt.

Auch Zielgewichtungen verbergen Details. Eine Aktien-Allocation kann global ausgerichtet oder auf ein einziges Land beschränkt sein; eine Anleihe-Allocation kann kurzfristige Staatsanleihen oder langfristige Unternehmensanleihen geringerer Bonität enthalten. Solche Unterschiede können das Risiko erheblich verändern, selbst wenn die übergeordneten Prozentwerte identisch bleiben.

Welche Faktoren eine Allocation beeinflussen

Asset Allocation wird häufig im Zusammenhang mit einem bestimmten Kapitalbetrag und dessen Zweck beurteilt. Zu den relevanten Rahmenbedingungen gehören:

  • Anlagehorizont: wann Auszahlungen erwartet werden und wie viel Zeit zur Erholung von Verlusten zur Verfügung steht.
  • Liquiditätsbedarf: wie viel Kapital kurzfristig in Cash umgewandelt werden können muss.
  • Verlusttragfähigkeit: die finanzielle Fähigkeit, Verluste zu verkraften, ohne das Anlageziel zu gefährden.
  • Risikotoleranz: die Bereitschaft, Unsicherheit und Wertverluste auszuhalten.
  • Cashflow-Bedarf: Zeitpunkt und Zuverlässigkeit von Einzahlungen und Auszahlungen.
  • Währungs- und Inflations-Exposure: welche zukünftigen Ausgaben durch das Vermögen finanziert werden sollen.
  • Rechtliche, steuerliche und kontobezogene Einschränkungen: Regeln, die sich je nach Rechtsordnung, Anleger und Anlagevehikel unterscheiden.

Verlusttragfähigkeit und Risikotoleranz sind nicht dasselbe. Eine Person kann sich mit starken Schwankungen wohlfühlen, finanziell aber nicht in der Lage sein, sie zu tragen, weil das Kapital bald benötigt wird. Umgekehrt kann jemand mit hoher finanzieller Verlusttragfähigkeit dennoch eine weniger volatile Allocation bevorzugen.

Erwartete Renditen, Risiken und Korrelationen sind ebenfalls wichtige Faktoren, bleiben jedoch Schätzungen und keine sicheren Fakten. Kleine Veränderungen der Annahmen können zu sehr unterschiedlichen modellierten Allocations führen. Ein mathematisch präzises Ergebnis ist nicht zwangsläufig robust, wenn die Zukunft unsicher ist.

Asset Allocation ist nicht dasselbe wie Diversifikation

Asset Allocation bestimmt die übergeordneten Anlagekategorien; Diversifikation verteilt das Exposure zwischen und innerhalb dieser Kategorien.[1] Ein Portfolio könnte 60 % in Aktien und 40 % in Anleihen investieren und dennoch stark konzentriert sein, wenn der Aktienanteil nur aus einem Unternehmen und der Anleihe-Anteil nur aus einem Emittenten besteht.

Umgekehrt kann der Besitz vieler Aktien innerhalb dieser Anlageklasse streuen, schafft aber keinen Zugang zu den anderen Zahlungs- und Zinseigenschaften von Anleihen oder liquiden Mitteln. Entscheidend sind die übergeordnete Mischung und die Positionen innerhalb jeder Kategorie.

Ein Investmentfonds kann mehrere Bestandteile einer Allocation umsetzen, doch die Fondsbezeichnung allein beweist nicht, dass das gesamte Portfolio diversifiziert ist. Überlappende Positionen und korrelierte Strategien können auch über verschiedene Produkte hinweg erneut Konzentrationen erzeugen.

Warum sich Portfolio-Gewichtungen verschieben

Marktrenditen verändern die Gewichtungen eines Portfolios auch dann, wenn keine Transaktionen stattfinden. Angenommen, das illustrative Portfolio beginnt mit 60.000 US-Dollar in Aktien, 30.000 US-Dollar in Anleihen und 10.000 US-Dollar in Cash. Steigt der Aktienwert auf 72.000 US-Dollar, während die anderen Werte unverändert bleiben, beträgt der Gesamtwert des Portfolios 112.000 US-Dollar und die Aktiengewichtung steigt auf etwa 64,3 %.

Diese Verschiebung verändert das Exposure des Portfolios. Eine anhaltende Outperformance einer Anlageklasse kann dazu führen, dass das Portfolio zunehmend von ihr abhängig wird; ein Rückgang kann das Exposure unter die gewünschte Zielgewichtung senken.

Rebalancing stellt die Zielgewichtungen wieder her, indem Positionen gehandelt, neue Einzahlungen gezielt eingesetzt oder Auszahlungen aus übergewichteten Anlagen vorgenommen werden. Es handelt sich um einen Prozess zur Risikosteuerung und nicht um eine Aussage darüber, welche Anlageklasse als Nächstes am besten abschneiden wird. Rebalancing kann je nach Konto und Rechtsordnung außerdem Transaktionskosten, Geld-Brief-Spannen und steuerliche Folgen verursachen.

Strategic Allocation und Tactical Allocation

Eine Strategic Allocation legt langfristige Zielgewichtungen auf Grundlage der Ziele und Rahmenbedingungen des Portfolios fest. Sie akzeptiert, dass sich tatsächliche Gewichtungen innerhalb bestimmter Grenzen bewegen, und führt sie regelmäßig wieder in Richtung der Zielwerte zurück.

Eine Tactical Allocation weicht bewusst von langfristigen Zielgewichtungen ab, um von kurzfristigen Chancen oder Risiken zu profitieren. Dadurch steigt die Abhängigkeit von Prognosen und Timing. Eine taktische Veränderung kann helfen oder schaden, und häufige Anpassungen können Kosten erhöhen oder einen langfristigen Plan in eine inkonsistente Folge von Marktprognosen verwandeln.

Diese Ansätze garantieren keine bestimmten Ergebnisse. Ihr Erfolg hängt von den zugrunde liegenden Annahmen, der Umsetzung, den Kosten und den Entscheidungen im Zeitverlauf ab.

Grenzen einer Ziel-Allocation

Eine Ziel-Allocation legt weder einen maximalen Verlust noch eine zukünftige Rendite fest. Das Verhalten von Anlageklassen kann sich verändern, Korrelationen können in Stressphasen steigen und Inflation kann die Kaufkraft scheinbar stabiler Anlagen reduzieren. Breite Kategorien können außerdem Leverage, Derivate, Illiquidität, Währungsrisiken oder Konzentrationen verbergen.

Die Allocation muss daher immer zusammen mit den Instrumenten betrachtet werden, mit denen sie umgesetzt wird. Zwei Portfolios mit identischen übergeordneten Prozentwerten können sehr unterschiedliche Risiken aufweisen, weil sich ihre Positionen, Gebühren, Laufzeiten, Kreditqualitäten und geografischen Exposures unterscheiden.

Häufig gestellte Fragen

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Quellen

  1. [1]
    Asset Allocation and Diversification

    Investor.gov, U.S. Securities and Exchange Commission