Geld bietet eine gemeinsame Grundlage, um Güter zu bepreisen, Verpflichtungen zu begleichen und Kaufkraft über die Zeit zu übertragen.
Geld funktioniert, weil Menschen und Institutionen erwarten, dass andere es ebenfalls akzeptieren. Moderne Volkswirtschaften verwenden verschiedene Geldformen, darunter Bargeld und auf Bankkonten verbuchte Guthaben.[1]
Drei Funktionen erleichtern den Tausch
Als Zahlungsmittel vermeidet Geld, dass zwei Personen genau das anbieten und nachfragen müssen, was die jeweils andere Seite möchte. Als Recheneinheit macht es Preise, Löhne, Vermögenswerte und Schulden vergleichbar. Als Wertspeicher ermöglicht es, heute erhaltene Kaufkraft später zu verwenden.
Diese Funktionen hängen zusammen, sind aber nicht vollkommen. Eine Währung kann für alltägliche Zahlungen nützlich bleiben und zugleich durch Inflation Kaufkraft verlieren. Ein Vermögenswert kann langfristig Wert erhalten, aber für tägliche Zahlungen zu stark schwanken oder zu schwer übertragbar sein.
Geld kann bar oder als Guthaben vorliegen
Banknoten und Münzen sind Bargeld, doch ein großer Teil des Zahlungsverkehrs nutzt Kontoguthaben. Eine Überweisung verändert Buchungen, ohne dass Bargeld bewegt wird. Zahlungskarten und Apps ermöglichen meist den Zugriff auf andernorts gehaltenes Geld; sie sind nicht selbst das Geld.
Geld ist außerdem nicht mit Vermögen gleichzusetzen. Vermögen kann Immobilien, Unternehmen, Wertpapiere und andere Anlagen umfassen. Sie können wertvoll sein, ohne unmittelbar zur Begleichung einer Rechnung akzeptiert zu werden.
Ein stabiler Nennwert garantiert keine stabile Kaufkraft
Ein Guthaben von 100 € bleibt nominal 100 €, solange Gebühren und Transaktionen es nicht verändern. Was sich damit kaufen lässt, hängt von den Preisen ab. Steigen Preise auf breiter Basis, kann derselbe nominale Betrag im Allgemeinen weniger kaufen. Auch Liquidität und Zugang zählen: vertragliche Einschränkungen, technische Ausfälle, Schwierigkeiten eines Instituts oder rechtliche Grenzen können die Verfügbarkeit beeinflussen.
Häufig gestellte Fragen
Nein. Banknoten und Münzen sind Bargeld und damit eine Geldform. Übertragbare Bankguthaben
können ebenfalls die wesentlichen Geldfunktionen erfüllen.
Eine Kreditkarte ist in der Regel ein Zahlungs- und Kreditmechanismus. Sie eröffnet einen
Kreditrahmen, der später mit Geld ausgeglichen wird; die Karte selbst ist kein Geld.
Nein. Inflation kann die Kaufkraft mindern, Wechselkurse können sich verändern, und Zugangs-
oder Emittentenrisiken können bestimmte Geldformen beeinträchtigen.